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11
Nov
2018

Weltmeister 2006: Was wurde aus Cannavaro, Grosso und Co?

Einige Spieler von damals sind bis heute unvergessen. Aber was machen die Akteure heute? Wir haben uns fünf Weltmeister angesehen, die etwas von der öffentlichen Bildfläche verschwunden sind.

Fabio Cannavaro

Der Kapitän der Squadra Azzurra war ein echtes Bollwerk. Als erster Innenverteidiger wurde er nach dem WM-Titel auch zum Weltfußballer 2006 gekürt. Ein Kunststück, welches bis heute niemand mehr wiederholen konnte. Cannavaro ist heute Trainer in der chinesischen Super League beim Topteam Guangzhou Evergrande. Der 45-Jährige war aber als Spieler deutlich erfolgreicher, als als Trainer. Nur ein Super Cup gewinn mit Guangzhou im vergangenen Jahr stehen als Coach zu Buche.

Fabio Grosso

Der Außenverteidiger, den vor der Weltmeisterschaft nur die wenigsten Fans auf dem Schirm hatten, erlangte spätestens nach seinem Tor im Halbfinale gegen Deutschland Heldenstatus in Italien. Nach dem Titel wechselte er von Palermo zu Inter Mailand und dann weiter zu Olympique Lyon, ehe er bei Juventus 2012 seine Karriere beendete. Heute ist Grosso ebenfalls Trainer. Der 40-Jährige betreut in der Serie B Hellas Verona. Zuvor war er beim FC Bari tätig.

Marco Materazzi

Es war die letzte Aktion einer langen Karriere von Zinedine Zidane. Ein Wortgefecht zwischen ihm und Materazzi, ein Kopfstoß und die rote Karte für Zidane. Eine Szene, die in die Geschichtsbücher des Fußballs einging. Der italienische Innenverteidiger konnte nicht nur den WM-Titel holen, sondern mit Inter Mailand 2010 auch die Champions League gewinnen. Materazzi beendete erst im zarten Alter von 43 Jahren seine Karriere in Indien, wo er beim Chennaiyin FC zuletzt auch als Trainer tätig war.

Andrea Pirlo

Er war der Regisseur, der Maestro und Taktgeber der Weltmeistermannschaft. Pirlo verstand es wie kein anderer Spieler ein Spiel zu dirigieren und war somit maßgeblich am Triumph der Squadra Azzurra beteiligt. Nach sechs italienischen Meisterschaften und zwei Champions League Titeln beendete er erst in diesem Jahr beim New York City FC seine Karriere. Pirlo hatte 2012 das Weingut seiner Eltern in der Nähe von Brescia übernommen und führt seitdem den Betrieb. Außerdem hat der 39-Jährige die Trainerlizenz, auch wenn er bislang keine Mannschaft übernommen hat.

Luca Toni

Mit zwei Treffern hatte er zusammen mit Materazzi die meisten Tore bei der WM für die Italiener erzielt. Ein Jahr nach der Weltmeisterschaft wechselte er zum FC Bayern München und wurde dort zur Kultfigur. Nach weiteren Stationen bei Genua und in den Vereinigten Arabischen Emiraten, hängte er erst 2016 bei Hellas Verona die Schuhe an den Nagel. Toni arbeitete danach bei Hellas über ein Jahr im Klub-Management, verließ den Verein nun aber wieder und soll jetzt eine Trainerkarriere anstreben wollen.

24
Okt
2018

Die besten „österreichischen“ Momente der Premier League

Im Milliarden-Konzert dieser Liga, spielte auch immer wieder der eine oder andere österreichische Legionär eine Rolle. Wir haben für euch die besten zusammengefasst. Vielleicht, könnt ihr euch noch an die Szenen erinnern:

Es gab in der jüngeren Vergangenheit immer wieder tolle Leistungen von heimischen Spielern in der Premier League. Wir haben für euch die besten Momente der jüngeren Vergangenheit zusammengefasst.

Erstes Spiel, erstes Tor – Stefan Maierhofer trifft beim Debüt

Was war das für ein Einstand in der Premier League für Stefan Maierhofer? Der „Major“ wechselte im Sommer 2009 vom SK Rapid Wien zu den Wolverhampton Wanderers. Für die „Wolves“ war er in seinem ersten Spiel in Blackburn zunächst nur auf der Bank, wurde aber in der Pause vom damaligen Trainer Mick McCarthy eingewechselt. Das Spiel lief leider nicht für die Gäste und so war man kurz vor Ende mit 3:0 im Rückstand. In der 88. Minute konnte sich Maierhofer aber dann noch auszeichnen und seinen ersten und einzigen Treffer in Englands höchster Spielklasse erzielen. Nach Eckball von Matt Jarvis drückte der „Major“ den Ball aus kurzer Distanz um 3:1 Endstand über die Linie. Danach sollten noch neun weitere Einsätze folgen, ehe er in die zweite Liga verliehen wurde und am Ende 2011 nach Salzburg ging.

Boxing Day Doppelpack – Marko Arnautovic on fire

Der Boxing Day ist in England mittlerweile fast schon zu einem Heiligtum geworden. Zwei Tage nach Weihnachten sind am 26. Dezember im ganzen Land die Stadien ausverkauft und die Menschen freuen sich ihre Superstars auch an den Feiertagen zu sehen. An diesem Spieltag der Spieltage in der Premier League gelang Marko Arnautovic letztes Jahr der Sprung ins Team der Runde. Der Offensivmann konnte beim 3:3 Unentschieden von West Ham United gegen den FC Bournemouth einen Doppelpack erzielen und rettete somit seinem Klub einen Punkt. Zuerst luchste er dem Tormann den Ball vom Fuß und schob so ins leere Tor ein, danach war er nach einer flachen Flanke zur Stelle. Spätestens nach diesem Spiel war Arnautovic bei seinem neuen Verein angekommen. Bis heute konnte der österreichische Teamspieler bei West Ham in 42 Partien 15 Tore und neun Assist verbuchen.

Das Wunder von Leicester – Christian Fuchs holt den Titel

Was war das für eine Saison von Leicester City? Eigentlich als Abstiegskandidat in die Saison gestartet, streckte der Verein aus dem Süden des Landes am Ende sensationell den Pokal in die Höhe und gewann entgegen allen Regeln und Expertenmeinungen die Premier League. Nach 38 Spieltagen hatten die „Foxes“ nicht weniger als zehn Punkte Vorsprung auf den FC Arsenal. Christian Fuchs spielte in der Mannschaft von Trainer Claudio Ranieri auf der linken Verteidigerposition eine wichtige Rolle. In 32 spielen stand er am Platz und assistierte bei vier Toren. Ein Titel, der für immer in den Erinnerungen der Fans bleiben wird.

5
Sep
2018

Königliche Erwartungen an die neue Saison

Die Saison der UEFA Champions League 2018/19 steht vor der Tür. Wie in jedem Jahr sind die Erwartungen an die neue Spielzeit sehr groß. Aber worauf können wir nun wirklich freuen?

„Ce sont les meilleures equipes...es sind die allerbesten Mannschaften!“ 1992 endstand die berühmte Champions League Hymne, als man den altehrwürdigen Pokal der Landesmeister modernisierte und zur heutigen Königsklasse umwandelte. Schon vor 26 Jahren wusste der britische Songwriter Tony Britten, der das dreisprachige Lied komponiert hat, was in Zukunft kommen sollte. Die besten Teams Europas duellieren sich seitdem jede Saison auf allerhöchstem Niveau und entfachen unter Fans, Spielern gleichermaßen eine Magie: Diese scheinbar einmaligen europäischen Nächte, in denen dieser Hype wieder zu spüren sein wird. Eine positive Energie, die nicht weniger zu werden scheint. Aber welche Gründe gibt es, dass wir uns auf die neue Saison freuen dürfen?

Grund #1 – Die neuen Teams

Man kann über den Begriff „Neu“ hier natürlich streiten. Aber es sind doch alte Bekannte, die schon länger nicht mit von der Partie waren – so zum Beispiel Inter Mailand. Der Champions League Sieger aus dem Jahr 2010 musste eine Durstrecke durchmachen und konnte sich nun endlich wieder qualifizieren. Mit Spielern wir Mauro Icardi, Ivan Perisic und Radja Nainggolan ist die Mannschaft von Trainer Luciano Spaletti zudem mit Stars gespickt. Das mit Sicherheit ausverkaufte San Siro wird u.a. gegen den FC Barcelona und Tottenham eine beeindruckende Bühne bieten. Auch in den Bewerb zurückgekehrt sind Traditionsklubs wie der FC Valencia oder Olympique Lyon. Wirklich neu dabei sind Young Boys Bern, Roter Stern Belgrad und die TSG Hoffenheim. Wie sich die Neulinge wohl schlagen werden?

Grund #2 – Cristiano Ronaldo

Für sehr lange Zeit hat man es nicht für möglich gehalten, doch schlussendlich ist es doch passiert. Cristiano Ronaldo hat Real Madrid verlassen und ist zu Juventus Turin gewechselt. CR7 geht also nun für die Alte Dame auf Torejagd, auch wenn das in der Liga bisher noch nicht so gut geklappt hat. Was das für die Königsklasse bedeutet? Real Madrid konnte zuletzt den Pokal mit den großen Ohren gleich drei Mal in Folge in die Höhe strecken – mit Cristiano als Torschützenkönig:. „Juventus ist auch eine sehr gute Mannschaft und jetzt - mit Ronaldo - sind sie eindeutig die Favoriten in der Champions League, während sein Abgang Real geschwächt hat“, sagt kein Geringerer als Lionel Messi. Haben wir also wirklich einen neuen Favoriten?

Grund #3 – Die Champions League

Nirgends ist die Dichte an Stars größer, nirgendwo ist die Qualität höher und nirgends schauen wir so gerne zu, wie in der Champions League. Die größten Teams des Kontinents wollen ihre Position im Spitzenfußball verteidigen, andere wollen den Henkelpott endlich zum ersten Mal nach oben strecken. Die Königsklasse bietet so gut wie alles: das Duell David gegen Goliath, Spitzenspiele und Derbys. Wie jedes Jahr, haben wir also wieder genug Gründe uns zu freuen.

10
Aug
2018

Der Calcio feiert sein Comeback

Die Italiener waren bei der Weltmeisterschaft 2018 bekanntlich nicht dabei. Nichtsdestotrotz ist die heimische Serie A im Aufschwung. Nach langer Depression, ausgelöst durch finanzielle Schwierigkeiten, Infrastrukturprobleme und diverse Skandale, ist der „Calcio“ wieder internationale Klasse.

Kaum eine Liga im europaweiten Vergleich erlebt derzeit so eine Renaissance wie die italienische Serie A. Still und heimlich nähern sich die Klubs am internationalen Parkett wieder ihren vergangenen Erfolgen an. Juventus Turin etwa, hat in den letzten vier Jahren zwei Mal das Endspiel der Champions League erreicht. Auch wenn das im Vorjahr nicht der Fall war, konnte die Serie A einen weiteren Schritt nach vorne machen. So konnte man in der berüchtigten Fünfjahreswertung der UEFA Deutschland überholen und auf dem dritten Platz landen. In Zukunft haben die Italiener außerdem wieder vier Starter in der Champions League und drei Plätze in der Europa League zur Verfügung.

Nicht nur sportlich läuft es für die Klubs sehr ordentlich. Finanziell haben viele Vereine vom Ausland einen Gönner oder Mäzen ans Ufer gezogen. Bei den Mailänder Großklubs AC und Inter sind zum Beispiel Investoren aus China am Werk, beim AS Roma Geschäftsleute aus den USA. Auch das ist ein Grund, warum viele Klubs neue Stadien bauen bzw. ihre aktuellen Spielstätten aufwendig renovieren. Udinese Calcio hat das Stadion bereits rundum erneuert, Aufsteiger Frosinone hat letztes Jahr seine neue Arena eröffnet.

Neben den altehrwürdigen Stadien wie dem San Siro in Mailand, dem Stadio Olimpico in Rom oder dem Stadio San Paolo in Neapel, gibt neue interessante Destinationen für Fußballfans. In den nächsten Jahren kommen noch völlig neue Stadien auf Sardinien bei Cagliari oder beim AS Rom hinzu. Dem Aufstieg der Serie A steht also weiterhin nichts im Weg. Wer dabei sein möchte, sollte sich den Calcio in der kommenden Saison live im Stadion nicht entgehen lassen.

20
Jul
2018

Madrid – Die Fußballhauptstadt Europas

Wer eine Reise zu den wirklich erfolgreichen Teams dieses Kontinents machen möchte, kommt an einem Stopp in Madrid nicht vorbei. Die Hauptstadt Spaniens beheimatet bekanntlich Real und Atletico, die amtierenden Sieger der Champions- und Europa League. 

Keine Stadt in Europa ist sportlich aktuell so im Mittelpunkt wie Madrid. Real konnte zum dritten Mal in Folge und zum vierten Mal in fünf Jahren den Pott mit den großen Ohren, also die Champions League, gewinnen. Das Starensemble trägt seine Heimspiele im berühmten Estadio Santiago Bernabeu aus und ist mit 80.000 Plätzen das größte Stadion der Stadt. Nicht nur die Arena selbst ist eine Augenweide, sondern oft auch das Spiel der „Königlichen“ auf dem Platz. Der Kader von Real liest sich wie eine Liste von Superstars, allen voran Cristiano Ronaldo. Für die Mannschaft wird es ab der neuen Saison aber eine Art Neubeginn geben. Nach dem Sieg im Finale der Champions League über den FC Liverpool, ist Trainer Zinedine Zidane bekanntlich zurückgetreten. Mit Julen Lopetegui hat der ehemalige spanische Teamchef übernommen, der einen Tag vor der Weltmeisterschaft 2018 aufgrund des bevorstehenden Wechsels entlassen wurde.

Der „kleine Nachbar“ Atletico Madrid hingegen setzt weiter auf Kontinuität. Die Mannschaft von Trainer Diego Simeone ist aber schon lange viel mehr als nur die Nummer zwei der Stadt. Unter dem argentinischen Übungsleiter, der seit 2011 im Amt ist, konnte man national die Meisterschaft, den Pokal und den Superpokal holen. Auch international setzten die „Los Colchoneros“ in den letzten Jahren mehrere Ausrufezeichen. Drei Titelgewinne in der Europa League in acht Jahren, zudem konnte man zwei Mal das Finale der Champions League erreichen, welche man aber beide ausgerechnet gegen den Stadtrivalen verloren hat. Nichtdestotrotz gilt Atletico auch für die neue Saison wieder als Anwärter auf diverse Titel. Das neue Stadion soll dabei eine entscheidende Rolle spielen, denn der heimische Rasen wird Schauplatz des Finales der Champions League 2018/19 sein. Das im Sommer 2017 eröffnete Estadio Wanda Metropolitano ist ein echter Traum für Fußballbegeisterte. Mit 67.000 Plätzen und Gesamtkosten von 270 Millionen Euro ist es eines der modernsten Stadien Europas. 

Wer sich also für eine Reise nach Madrid entscheidet, kann sich über zwei absolute Topteams des Weltfußballs freuen und eine Stadt, die viel mehr zu bieten hat als Fußball. Wer sich in der spanischen Hauptstadt befindet, sollte sich unbedingt auch die Zeit nehmen und den königlichen Palast, sowie die berühmte Kathedrale Almudena besuchen. Außerdem ist das Nachtleben rund um die Puerta del Sol den Madridern mindestens genauso heilig und ein echtes Erlebnis.